Da es mir im näheren europäischen Ausland doch gesamt gesehen etwas zu frisch war in meinem Bus, hatte ich irgendwie Lust etwas weiter weg zu kommen, wo’s dann auch a weng wärmer ist… Also ging’s nach kurzem Überlegen spontan auf die Kanaren, genauer: auf Teneriffa.

Spontan nach dem Motto: Freitag sehr spät abends buchen und Montag früh morgens Abflug.

Eingestiegen in dicker Jacke, Mütze und Jogginghose bei -2° und ausgestiegen bei knapp 20° und sofortigem Drang nach kurzer Hose 😀 Perfekt!

Angekommen war ich sofort fasziniert von der, im Vergleich zum Münchner Breitengrad, sehr verschiedenen Flora. Wohlgemerkt, es war mein erstes Mal so weit im Süden seit ich mich aktiv daran erinnern kann – also vollkommen neues Terrain für mich.

Mit dem Mietwagen dann einmal quer über die Insel nach Puerto De La Cruz, zu unserem kleinen, aber fein gelegenen Hotel, mitten in der Altstadt – weit weg von den Bettenburgen.

Am ersten vollen Tag machten wir uns auf in den Nationalpark rund um den Vulkan Teide.

Teilweise schaute es so ringsherum sehr marsähnlich aus 😀

Hinauf auf den Vulkan mit der Seilbahn und von oben dann fantastische Ausblicke

Faszinierend waren auch die Dampfschwaden, die aus den Flanken des Vulkans hinauswaberten.

Am Tag danach gings vormittag an den Strand (man kann ja nicht auf den Kanaren gewesen sein ohne dem Meer einen Besuch gestattet zu haben…)

Der Sand war schwarz…

Und nachmittags dann hoch über die Passstraße nach Masca, was sich bei den Ausblicken, die sich einen bieten, definitiv nur empfehlen lässt.

Und ja, ich hab den 100sten Kaktus gefunden und ja, ich war trotzdem noch überglücklich und ja, ich glaub ich werd einer von denen…

Zum Sonnenuntergang fuhren wir ganz im Nordwesten auf eine Landzunge, auf der ein Leuchtturm stand und schauten dabei zu, wie die Sonne hinter La Gomera versank

Es folgte ein Tag mit etwas Stadttourismus. Erst nach San Cristobal de La Laguna und, nachdem uns dort der aufziehende Regen verdrängte, mit der Trambahn von dort aus in die Hauptstadt Teneriffas – Santa Cruz – wo schönerweise wieder die Sonne schien 😀

Das Auditorium – Wahrzeichen Santa Cruz

Am schon wieder vorletzten vollen Tag ging es in den anderen großen Nationalpark auf der Insel, den Anaga-Nationalpark im Nordosten. Auch hier fand ich wieder voll faszinierend wie verschieden diese Insel doch sein kann – hier war auf einmal alles grün und humid, waldartig bewachsen mit Lorbeer

Dazu gab es dort am Boden tatsächlich auch normale Erde und Lehm, ganz anders wie die karge Landschaft um den Vulkan herum und auch verschieden zu der Vegetation am Masca-Pass, wo alles eher buschartig, karg und mit Kakteen war.

Da es dort dann aber zu Regnen beginn, fuhren wir wieder nach Puerto De La Cruz, schlenderten zum Hafen und schauten zu, wie sich andere Touristen anschwappen ließen 😀

Es folgte der letzte volle Tag, an dem wir noch einmal an den Strand fuhren. Leider ließ die Sonne sich nicht ganz so sehr blicken, aber für rumflacken reichte es allemal. Abschließend gönnten wir uns noch ein gudes Eis 😀

Damit wars dann auch schon fast wieder vorbei, am Tag unseres Rückfluges blieb uns nur noch ein letztes Mal am Meer entlangschlendern (diesmal auf weißem Sand), wobei wir einem Hindernislauf zuschauten, und dann gings auch schon wieder zurück nach hause, zu den Minusgraden und dem Schnee…

Lena Wagner