Wie angekündigt, gings nach dem letzten Beitrag mit dem Sonntags-Zug um 12:12 nach Helsinki – vier Stunden an leicht angeschneiten Wälder und zugefrorenen Seen vorbei. Gen Süden wurde es zwar ein wenig kälter, der Schnee aber weniger, sodass in Helsinki eigentlich so gut wie kein Schnee lag, trotz -5°C.

Im Hostel (SweetDream Guesthouse) eingeckt und was zu essen gekauft, war der Tag eigentlich auch schon wieder vorüber, am nächsten Tag gings dann aber los auf Erkundungstour – Auf die Insel Suomenlinna. Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, ist die Mitte des 18ten Jahrhunderts gebaute Festungsinsel eines der bekanntesten Ziele in Helsinki.

Also bin ich mit der Fähre in 12min übergesetzt und dann über die verschiedenen miteinander verbundenen Insel gelaufen und die vielen bunten Häuser und Festungsanlagen bewundert. Tatsächlich wohnen auf der Insel knapp 850 Menschen, es gibt ein Hostel und verschiedenste kleine Cafés und Restaurants, die aber größtenteils nur im Sommer geöffnet haben. Und eben auch viel einfach Felsen und schönen Ausblick aufs Meer

Wenn man auf die Insel kommt und losläuft, kommt man erstmal direkt an der dortigen Kirche vorbei, außenrum viele bunte Häuser und eher zivile Plätze.

Je weiter man dann vom Hafen aus gen Süden und Richtung dem sogenannten Königstor läuft, desto mehr wird es eben eine Verteidigungsanlage mit alter Artillerie, Mauergebäuden und unterirdischen Tunneln, die man teilweise sogar betreten darf, teilweise aber wegen Einsturzgefahr gesperrt sind.

Hier einfach noch ein paar mehr Impressionen von dem ganzen Tag:

Mit der Fähre um drei, wo die Sonne dann fast schon wieder weg war und es ziemlich schnell kalt wurde, bin ich dann wieder übergesetzt aufs Festland, hab schnell was gegessen und bin dann eine Runde bouldern im Boulderkeskus Pasila gegangen – es dürstete mich nach Sport 😀 Man findet ja Boulder-/Kletterhallen sehr gerne so in Lagerhallen und eher strangen Plätzen. Die hier hatte aber auch einen fast schon gruseligen Hinweg, durch schlecht beleuchteten Tunnel, an ner riesigen Baustelle vorbei auf einem Platz, wo scheins sonst vor allem Lagehallen für Züge sind, so mit Schienen überall und so… Da war ich dann schon glücklich, irgendwann angekommen zu sein.

Und es könnte kaum finnischer gewesen sein – man musste im Eingangsbereich seine Schuhe ausziehen und auf Socken zur Umkleide gehen 😀

Nun ja. Am drauffolgenden, letzten ganzen Tag meinerseits in Finnland, lief ein wenig durch die Stadt von Helsinki und traf mich mit der Ex-Freundin meines Gastbruders auf einen Kaffee (ich werd grad voll zu einem Café-Rumsitzer :D).

Jedenfalls war ich davor noch in der Chapel of Silence am Kamppi, was so eine Art Meditationsraum zum Abschalten des Großstadt-trubels ist, der architektonisch auch sehr interessant ist.

Dazu war ich noch in der Temppeliaukio-Kirche. Das besondere an dieser ist, dass sie direkt in Granitfels geschlagen ist.

Ebenso lief ich an der bekanntesten Kirche der Stadt vorbei – dem evangelischen Dom – vor welchen schon die Vorbereitungen für den großen Weihnachtsmarkt in Arbeit waren. Daher der Weihnachstbaum auf dem Bild

Und zu guter Letzt war ich abends noch bei der orthodoxen Kirche in Helsinki, bei dieser jedoch nur von außen.

Dabei sind mir beim Fotografieren bei den -5°C und fiesem Wind dann doch die Finger und Zehen etwas erfroren, sodass ich meine “Sightseeing-Tour” abbrechen musste und nach einem kurzen Café-Besuch zum Aufwärmen wieder ins Hostel bin.

Damit war meine Reise eigentlich vorbei. Am nächsten Tag hab ich dann noch eine andere Deutsche, die ich im Hostel kennengelernt habe, noch dazu gebracht, karelische Piroggen zu testen und wir standen noch ewig im Supermarkt vor den vor den veganen Eis- und Milchersatzprodukten, da die finnische Auswahl in dem Bereich einfach überwältigend ist im Vergleich zu in Deutschland…
Hier jetzt auch mal ein erstes Bild der guten Piroggen (Karjalan Piirakka) auf diesem Blog – die Lücke schließt sich ;D

Dann gings aber leider auch schon mit dem Zug zum Flughafen und dann Helsinki-Riga, Riga-München – zwei Flüge und die Reise war vorbei. Danke noch an die Deutsche Bahn für die Störungen bei der S-Bahn – ich habs aber trotzdem nach Hause geschafft 😀

Hiermit war Finnland vorbei, der nächste Blog stammt wahrscheinlich wieder aus meinem Bus – dieser kriegt jetzt dann frische Winterreifen und dann gehts ab nach Italien. Also bis zum nächsten Mal

Lena Wagner – 30. November 2018