Nach Finnland und vor Weihnachten wollte ich nochmal irgendwo hin, wo’s vielleicht ein wenig wärmer ist als daheim. Somit nach Italien. Dass es dort nicht wirklich wärmer war (oder auf jeden Fall nicht durchgehend) davon erzähl ich gleich.

Die ersten drei Tage gings erstmal alleine los, dann stieß die gude Lea mit dazu (eine gute Freundin, mit der ich Abi gemacht hab).

Als Übersicht über die Reise, hier erstmal unsere wunderbare Zeichnung in der Schiebetür des Pfirsich:

Okay, ich gebe zu – auf den ersten Blick vielleicht etwas unübersichtlich, aber die ganzen Punkte werden sich im Laufe dieses Postes sich mit Bildern und Geschichten füllen.

Wie erwähnt, erstmal allein gings als erste Etappe an den Gardasee, bis hin zu einem Wohnmobilstellplatz zwischen Malcesine und Assenza, direkt am See. Und da fiel mir schon auf, dass es eventuell immer wieder schwierig wird, Plätze zum Übernachten zu finden, weil ungefähr fast alle zu der Jahreszeit geschlossen haben… Für den spezifischen war ich vorher auch an fünf anderen Campingplätzen, die alle geschlossen hatten… Und ich war komplett allein auf dem Platz…

Zum Aufstehen hatte ich dann im Bus angenehme -2°C… Und doch blieb ich entgegen meinem Plan (dann direkt nach La Spezia weiterfahren) noch einen weiteren Tag am Lago, weils irgendwie tagsüber echt schön und fast angenehm warm war. Also schaute ich mir erst Peschiera del Garda und dann Sirmione an und stellte mich auf den riesigen Parkplatz vor Sirmione, der offene Schranken und freies Parken bis zum 22. Dezember versprach.

Peschiera del Garda:

Sirmione:

Das dass mit dem freien Parken sich nur auf alle Tage außer Feiertage bezog – so viel Italienisch verstand ich nicht und es war die Nacht von Samstag auf Sonntag… Nächster Tag aufgewacht waren die Schranken zu… Und ich hatte natürlich keinen Parkschein… Der Dude am Kassenhaus hat mir dann einen verkauft für den vollen Saison-Preis von 21€ – Für nen eigentlich ganz schönen Platz, aber ohne Sanitäranlagen und ähnlichem – 21€?! – Vielsten Dank :/… Hätt ich noch ne Nacht da geschlafen, wärs wieder unter der Woche gewesen und ich hätte kostenlos den Platz verlassen können… Aber ich wollte am nächsten Tag um sechs in der Früh in Florenz die Lea am Bahnhof abholen, somit war das leider keine Option… Also gezahlt und ab nach Florenz.

Da hab ich dann einen echt ziemlich coolen Campingplatz gefunden – Firenze Camping in Town – der echt super ausgerüstet war, mit großen Sanitäranlagen, im Haus gelegener Abspülmöglichkeit, WLAN, eigenem kleinen Supermarkt und vielem mehr. Der hat mich 18€ gekostet + 2€ Kurtaxe… Sehr viel besseres Preis-Leistungsverhältnis 😀

In dem Markt hab ich dann endlich mal einen Adapter für Campingsteckdose auf normal gekauft und hatte zum ersten Mal Strom für meinen Heizlüfter – Yay 😀 Vor allem bei dem beginnenden Regen ein unfassbarer Komfort-Faktor. Wegen eben jenem Regen entschied ich mich gegen eine Erkundung von Florenz und dafür, mir schön viel Zeit zu nehmen und ein Süßkartoffelcurry zu kochen – Yummm – geht ziemlich gut auf dem Spirituskocher!

Am nächsten Morgen, in aller Herrgotts-Frühe, schwang ich mich dann hinters Steuer, um die Lea am Bahnhof in Florenz um 6:30 abzuholen… Abgeholt, und dann wollten wir beide unbedingt an die Küste, die wärmere Temperaturen versprach. Auf dem Weg nahmen wir noch Pisa mit – Bilder von der Lea:

Wir trieben uns hauptsächlich auf Wegen weit weg vom Hauptplatz rum, weil Pisa scheint keine Nebensaison zu kennen… Begeisterung:

Ganz kurz liefen wir doch am Turm vorbei, nur um ihn gesehen zu haben, aber dann gleich auch wieder weg von da…

Auf jeden Fall erreichten wir dann auch irgendwann das Meer bei Viareggio, wo wir abends noch spazieren gingen: (Folgende Bilder auch wieder von der Lea)

…und am nächsten Tag sogar ins Wasser – zum Entsetzen der dort spazierenden Italiener 😀 – Aber ich mein, es hatte 10°C Lufttemperatur und so 16-17°C Wassertemperatur – also doch perfekte Vorrausetzungen 😀

Irgendwie entschieden wir uns dann, vom Meer weg zu fahren und quer nach Nordosten ins Land reinzufahren und endeten, nachdem wir uns noch Lucca anschauten, in einem schönen kleinen Ort names Poretta Terme. Dort lag dann ein halber Meter Schnee… ^-^ Aber es gab Strom 🙂 (und Nudelsuppe aus der Tasse)

Nach einer Nacht dort, gings mit einem Zwischenstopp in Bologna rüber an die Ostküste, wo wir den ungefähr einzigen geöffneten Platz nach mehreren gescheiterten anderen Anläufen fanden. Der hatte zwar auch seine Schranke geschlossen, aber mit einem kurzen Anruf kam die Besitzerin vorbei und öffnete uns alle Schranken und drehte die Wasserhähne wieder auf und alles 😀 Am nächsten Tag hat sie uns auch noch mega lieb und ausführlich Infos gegeben, was man in der Region machen kann – Die Dame war echt super lieb – wenn ihr mal in der Region seid: San Giuseppe, 39 Via delle Nazioni. Man zahlt halt extra für Duschen und Strom…

Bologna

Chomaggio (Empfehlung von der Platz-Besitzerin):

Man nennt es auch das kleine Venedig 😀

Zur Zeit vor Weihnachten platziert die Stadt unter verschiedene der Brücken eine Krippe.

Dann fuhren wir weiter von Klein-Venedig nach Groß-Venedig 😀

Dort auf einen Campingplatz auf der Lido die Jesolo- Halbinsel ganz vorne in Ca’ Savio gestellt, mit dem Plan am nächsten Tag früh morgens mit der Fähre überzusetzen und Venedig anzuschauen.
Agri-Camping-Style (also auf nem Bauernhof)

Da es aber am nächsten Tag so gut wie 0°C bei fies dichtem Nebel hatte und wegen persönlichen Gründen von der Lea, sind wir dann doch schon an dem Tag gleich ganz nach hause gefahren – über Udine, Villach ab wieder nach Hause. Zwischen Udine und Villach haben wir fast per Zufall in einem kleinen, aber super coolen Ort mit riesiger Stadtmauer und noch richtig Burggraben und so, Essenspause gemacht und in einer kleinen italienischen Bar einen Espresso konsumiert 😀

Lena Wagner, 23. Dezember 2018